lunes, 18 de enero de 2010

Der Patio Maravillas lebt


Am 5. Jänner, dem Tag, an dem in Spanien die Heiligen Drei Könige ihre Geschenke bescheren, wurde in Madrid das besetzte Sozial- und Kulturzentrum “Patio Maravillas” delogiert. Kein sehr schönes Geschenk für die BürgerInnen von Madrid, denn der “Patio Maravillas”, was übersetzt “Wunderbarer Hof” bedeutet, war mehr als nur ein besetztes Haus. Doch der “Patio lebt weiter”.

Vor zwei einhalb Jahren, im Sommer 2007 wurde eine alte, schon seit Jahren lehrstehende Schule im Zentrum von Madrid von verschiednen sozialen Kollektiven besetz. Was wie eine für Madrid nicht aussergewöhnliche Hausbesetzung begann, entwickelte sich über die Monate hinweg zu einem der emblematischten selbstorganisierten sozialen Räume der gesamten Stadt, wenn nicht des gesamten Landes.

Letzte Woche wurde das Gebäude mit riesigem Polizeiaufgebot, weiträumigen Strassensperren und mit dem Beisein von hunderten sich solidarisierenden AnreinerInnen friedlich und in einer Rekordzeit von nur 55 Minuten geräumt. Aber es wurde nicht nur ein Sozialzentrum delogiert, denn der Patio beherbergte auch eine Fahrradwerkstätte, ein Zentrum für Berufsberatung, einen Kinderraum, einen Proberaum, ein technisches Labor, einen Kostnixladen, eine Volksküche und ein Café. Ausserdem fanden in der alten Schule mit dem emblematischen Innenhof jährlich über tausend Veranstaltungen statt, wie beispielsweise Workshops, Vorträge, Konzerte, Projektionen, Ausstellungen und Debatten. Auch die Parallelveranstaltungen zum Weltsozialforum wurden im Patio organisiert und dort durchgeführt. Und nicht nur bei dieser Gelegenheit füllte sich das Gebäude zum Bersten mit Leuten jeden Alters, Herkunftslandes oder Interessensgebietes. Die verschiedenen Workshops, die natürlich gratis angeboten wurden, waren für gewöhnlich gut besucht, wenn nicht ausgebucht. Das alles soll verloren gehen?

Die VertreterInnen des Patios reagierten auf die Räumung mit Philosophi und Poesie: “Wir werden nicht stehen bleiben, weil wir wissen, dass die Lösung für die wirtschaftliche, soziale und politische Krise anderswo verborgen liegt. Sie liegt in den Menschen, in der Stadt, die von unten her belebt wird. Sie liegt in der leidenschaftlichen Verteidigung jedes einzelnen Raumes, in dem sich das Leben kollektiv entfalten kann”.

Noch am selben Tag der Räumung fand ein friedlicher Protestmarsch statt, an dem über tausend DemonstrandInnen teilnahmen. Die häufigsten Parolen, die an diesem Abend gerufen wurde, waren “Un desalojo, otra ocupación”, “Eine Räumung, eine weitere Besetzung” und “El patio vive, la lucha sigue”, “Der Patio lebt, der Kampf geht weiter”. Was sich vielleicht für einige bloss wie ein tröstender Chor anhörte, war in Wirklichkeit schon zwölf Stunden nach der Räumung des Patios in die Tat umgesetzt worden. Denn zur Überraschung vieler demonstrierender und –vor allem- der nicht demonstrierender Personen, endete der Protestmarsch vor dem neubesetzten Sitz des sozialen Raumes, nur einige Strassen von der alten Schule entfernt.

Diesen Samstag öffnet der Patio Maravillas erneut seine Türen für die Bevölkerung. Das lustig fröhliche Eröffnungsprogramm richtet sich dabei in erster Linie an die neuen NachbarInnen des wiederbelebten Patios. Der Wunsch der VertreterInnen des Patios ist es aber, “dass dies erneut ein offenes Projekt wird, in dem alle Stimmen, die eine Erfahrung der bürgerlichen Beteiligung konstruieren wollen, Platz finden sollen”. Auf ein Neues also. Der Patio lebt offensichtlich wirklich weiter.



martes, 5 de enero de 2010

El Patio vive




Un buen regalo de Reyes, el que nos trae el ayuntamiento de Madrid este año. El desalojo del centro social okupado más emblemático de todo Madrid "El Patio Maravillas" deja un sabor de boca amargo y de hedor que seguramente nos va acompañar durante todo este año recién nacido, y sobre todo durante los siguientes seis meses de presidencia europea de España. Copenhague ha dado un ejemplo a seguir para nuestr@s polític@s: Sofocar las voces críticas en su origen, no dar ni siquiera la oportunidad de expresarse libremente y de forma pacífica a las personas que quieran opinar, no dejar que la gente tome la rienda...

Tiempos duros nos esperan, pero lo que está claro es que en un día tan gris como hoy, se ve todo más negro. El Patio Maravillas realmente nos ha mostrado que una sociedad solidaria funciona, y además funciona de maravilla. Se ha fomentado tanto la creatividad, el libre pensamiento, la solidaridad, el respeto en este centro cultural porque fue constituido en una base sólida de no-violencia, colectividad, igualdad, respeto y sobre todo en la lucha pacífica para crear un mundo mejor y comprometido.

A lo mejor han podido desalojar el Patio Maravillas en una hora con armas y amenazas, pero el espíritu del Patio no se irá, está dentro de las personas que han pasado por ahí. Los métodos pacíficas y solidarios no vencerán en una hora, ni en un día, ni en una semana, ni en un año. Tiene una lógica distinta, más a largo plazo, más lenta. No provoca cambios inmediatos tal como la violencia, lo que es lo deseable. Creo que es el síntoma de un cambio sostenible, imparable. Cada día somos más, como hemos podido ver en Copenhague. Nos ha enseñado el Patio aquí en Madrid, que de una escuela desocupada se pueden hacer maravillas. Como se puede leer en un comentario del artículo de El Pais: No han ocupado una casa, han abierto un espacio. Nos hacen falta más espacios como el del Patio Maravillas. ¡Vamos a por otros!